Königsklasse – geschlossene Beteiligungen?
Geschlossene Fonds weisen eine stetige Entwicklung auf dem deutschen Markt auf. Erstmals ab 1970 eingeführt, lag der Fokus zunächst auf Beteiligungen im Immobilienbereich. Steigende Nachfragen führten jedoch zu steigenden Preisen und einem Verfall der Renditen. Der Weg für neue Fondsmodelle wurde geebnet. Vielmehr standen nun auch Beteiligungen an Schiffen und Unternehmen im Vordergrund
Zur damaligen Zeit wurden geschlossene Fonds vorrangig aufgelegt, um durch Kapitalanlagen Steuervorteile zu erhalten. Die bei der Investition entstandenen Verluste, wirkten sich auf die Jahressteuer mindernd aus. Durch verschiedene Anpassungen der Steuermodelle, rückte diese Aspekt immer weiter in den Hintergrund. Der Grundgedanke einer hohen und sicheren Rendite entstand und besteht bis heute fort. Unternehmensbeteiligungen in Form von Private Equity Fonds haben sich mit er Zeit ebenfalls etabliert und versprachen den Anlegern, gemessen an der Wertentwicklung des Unternehmens, hohe, kalkulierbare und stabile Renditen.
Die Sicherheit geschlossener Fonds wird gewährleistet, da sie außerhalb des volatilen Börsengeschehens gehandelt werden. Die Beteiligung geht immer mit unternehmerischem Handel einher, da der Anleger als Kommanditist oder Gesellschafter in Erscheinung trifft sobald er in den Fonds investiert hat. Anteile der Beteiligungsgesellschaft werden zum Kauf angeboten bis das Investitionsvolumen das gesetzte Limit erreicht hat. Mit dem gesammelten Kapital wird das entsprechende Investitionsgut erworben.
Je nach Anlageziel und Investitionssumme werden neben den Beteiligungen ferner Bankdarlehen aufgenommen, um so über möglichst viel Kapital verfügen zu können. Der eingezahlte Betrag des Anlegers wird nicht nur für die Investition genutzt. Vielmehr werden hier nur bis zu 90 % der Anlage investiert, die anderen 10 % fallen auf Neben- und Verwaltungskosten. Dieser Aspekt, das heißt die Höhe der Nebenkosten, sollte bei der Auswahl des Fonds beachtet werden, damit die Rendite keine starke Minderung erfährt.