Die Königin der Alpen, die Zirbelkiefer
Die auch Arve oder Zirbe genannte stammt auch aus der Familie der Kieferngewächse. Umgangssprachlich nennt man den Baum in bestimmten Gebieten in Nord - Tirol und Südtirol auch „Zirm“. Eine Zirbelkiefer (Zirm) kann bis zu 1.000 Jahre alt werden und schafft eine Höhe von 20m bis 30m. Der Stamm alter Bäume kann sogar einen Durchmesser von über 1,50m erreichen. Das am Anfangs sehr dichte Nadelkleid der jungen Zirbelkiefer verändert sich im Laufe der Zeit und der Baum nimmt eine breite, abgerundete Form an. Ist genug Platz vorhanden, reichen die Äste auch noch im hohen Alter bis zum Boden herab. Zirbelkiefer findet man vorwiegend in den Karpaten und Alpen in Höhenlagen von 1.500m bis ca. 2.500m über dem Meeresspiegel. Als Schutzwald gegen Lawinen und Muren eignet sich der Zirbelkieferwald besser als ein flach wurzelnder Fichtenwald. Weil der Baum nur sehr langsam wächst, dafür aber eine Reihe positiver Eigenschaften besitzt, gibt es in Europa aufgrund der wirtschaftlichen Nutzung nur mehr kleine Zirbelkieferbestände. In den Ötztaler Alpen (Nord-Tirol und Südtirol) finden Sie noch größere Baumbestände. Eine der positiven Eigenschaften des Holzes ist die Verringerung der Herzfrequenz. Studien haben gezeigt, dass man im Zirbenholzbett pro Nacht um bis zu 3.500 Herzschläge „einsparen“ kann – dies entspricht etwa einer Stunde „Herzarbeit“! Das Harz des Holzes enthält ein ätherisches Öl, dem weitere positive Effekte zugeschrieben werden. Die biozide Wirkung behindert beispielsweise die Entwicklung von Schädlingen, wie z.B. der Kleidermotte. Seit Jahrhunderten schätzen und nutzen die Menschen die vielen Vorteile des Holzes. Heute zählt Zirbenholz zu den besten und teuersten heimischen Hölzern. Bei Fragen berät Sie Ihr Tischler bestimmt gerne!